Der Ständerat spricht sich gegen ein Verbot der Kernenergie aus und folgt damit der Forderung der FDP nach einer technologieoffenen Energieversorgung (vgl. Positionspapier 2022).
Die Kurskorrektur ist aus zwei Gründen notwendig: Erstens wird die Schweiz künftig deutlich mehr Strom benötigen. Laut der ETH steigt der Bedarf bis 2050 von heute rund 60 auf etwa 90 Terawattstunden. Die aktuelle Entwicklung in den Bereichen KI und Datencenter führt voraussichtlich sogar zu einem deutlich höheren Bedarf. Fallen die bestehenden Kernkraftwerke nach ihrer Laufzeit weg, wird die drohende Versorgungslücke noch grösser. Zweitens wird immer deutlicher, dass der Ausbau der erneuerbaren Energieträger langsamer voranschreitet als angenommen und gewünscht. Dieser Umstand ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass links-grün dominierte Verbände wichtige Projekte bekämpfen und dadurch verzögern.
Die FDP war bis heute die einzige Partei, die ohne ideologische Scheuklappen agierte und weder Solar-, Wind-, Wasser- noch Kernenergie bekämpfte, sondern konsequent auf Technologieoffenheit gesetzt hat. Die heute zustande gekommene Mehrheit eröffnet nun die Chance auf eine breitere Allianz, um unser Land mit sicherem, CO2-neutralem Strom zu versorgen. Unser Land braucht für einen stabilen Strommix alle erneuerbaren Energieträger – Wind, Sonne, Wasser – und als Ergänzung die Kernkraft.